Freitag
12
September 2014

Lyrik und Politik

von Internationales Kammermusikfestival Nürnberg
„Auch im 12. Jahr seines Bestehens hat das Internationale Kammermusikfestival nichts von seiner Attraktivität eingebüßt. Wissbegierige Musikfreunde kommen hier immer auf ihre Rechnung, weil Bekanntes und von der Normalroute Abweichendes zu reizvollen Programmpaketen geschnürt wird.“

(Nürnberger Nachrichten)

Das Festival widmet sich 2014 vornehmlich dem Schaffen zweier Komponisten, die aus politischen und künstlerischen Gründen Deutschland verlassen haben: Ludwig van Beethoven im Alter von 22 Jahren und 150 Jahre später Hans Werner Henze mit 27 Jahren.

Mit Henzes Kammermusik 1958 wird eine Brücke geschlagen zur Britten-Tradition des Internationalen Kammermusikfestivals Nürnberg, denn das Stück wurde Benjamin Britten gewidmet.Der britische Startenor Mark Padmore, regelmäßiger Gast bei Sir Simon Rattle und den Berliner Philharmonikern, wird dieses Werk singen und darüber hinaus einen eigenen Liederabend mit Schumanns Dichterliebe und weiteren Henze-Liedern geben.

Henze selbst sieht sich auch in der Tradition von Gustav Mahler. Im Festivalfinale werden, in großer Orchesterbesetzung, Ausschnitte von Henzes außerordentlichem Werk Voices sowie drei Sätze aus Mahlers Das Lied von der Erde gespielt.

Der junge Komponist Riccardo Panfili war letzter musikalischer Assistent des Maestros und er schreibt als erster Stipendiat der Hans Werner Henze-Stiftung ein Kammermusikwerk, das beim Eröffnungskonzert uraufgeführt wird.

Mit dem Eppelein-Saal in der Kaiserstallung haben die Veranstalter einen stimmungsvollen Konzertsaal gefunden, der eine hochgelobte Akustik mit einem perfekten Ambiente auf der Nürnberger Burg verbindet.

Broschüre des Internationalen Kammermusikfestivals Nürnberg 2014