Hans Werner who!?

Warum Sie Henze kennen müssen

Zum 100. Geburtstag ihres Stifters (*1.7.1926) produziert die Hans Werner Henze-Stiftung in Kooperation mit dem Musikjournalismuskollektiv MUJK  eine Podcast-Serie: Darin wird die Relevanz des Komponisten, seines Werkens und Wirkens nicht nur zu Lebzeiten, sondern auch für künftige Generationen hör- und erfahrbar gemacht.

Der Podcast “Hans Werner who?! – Warum Sie Henze kennen müssen”
widmet sich einigen seiner Lebensthemen, wie 

  • Freiheit
  • Antifaschismus
  • Flucht
  • Verletzlichkeit
  • Utopie einer besseren Welt
  • Freundschaft und Sexualität

und anderen, damals wie heute aktuellen Themen.

Zusammen mit Zeitgenossen und Weggefährten Henzes, darunter Komponisten, Dirigenten, Interpret:innen und Kompositionsschüler erörtert Musikjournalistin und Radiomoderatorin Maria Gnann diese Aspekte spannend, im Kontext der Zeiten und gestützt durch die  überragende Expertise hochkarätiger Gesprächspartner.

Egal ob Sie den Maestro kennen oder ihm ganz neu begegnen möchten – in diesem Podcast wird Hans Werner Henze als Persönlichkeit noch einmal lebendig und für uns alle erfahrbar. 

Die zehn Folgen des Podcasts erscheinen seit dem 29. April 2026 jeweils wöchentlich bis zum Geburtstag des Maestros am 01. Juli 2026.
Abrufbar ist der Podcast hier auf dieser Seite der Stiftung und überall sonst, wo es Podcasts gibt:



Wer war Hans Werner Henze? Egal, ob Sie diesen Namen noch nie gehört haben oder ob sie zum Kreis seiner glühenden Verehrerinnen und Verehrer gehören: In diesem Podcast können Sie ihn neu oder erneut kennenlernen.

Freuen Sie sich darauf, mit uns und namhaften Gesprächspartner:innen die Welt Hans Werner Henzes zu erkunden.

Musik:

Hans Werner Henze
Kammerkonzert für Solo-Klavier, Solo-Flöte und Streicher, II. und III. Satz
Ballett-Variationen

Mit freundlicher Genehmigung von Wergo (Schott Music)
WER 66632

Komponieren brauchte Henze wie die Luft zum Atmen. Sein früherer Schüler Detlev Glanert meint, Henze habe das vielfach erlittene Grauen der Welt in positive Energie verwandelt. Er arbeitete bis zu 16 Stunden täglich und schleppte seine Kölner Kompositionsklasse in die Kneipe, wo bis weit nach Mitternacht Kölsch und Kreativität nur so sprudelten.

Außerdem in dieser Folge: Wieso sich Komponieren manchmal anfühlt wie ein Marathon und warum man versuchen sollte, den Radiergummi als Freund zu betrachten.

Zum Gast: Detlev Glanert (*1960) ist ein deutscher Komponist und hat in den 1980er-Jahren bei Hans Werner Henze in Köln studiert. Mehr über ihn und sein eigenes Schaffen finden Sie hier.


Musikzitate:

Hans Werner Henze
Elogium musicum - amatissimi amici nunc remoti, I. Satz
Mit freundlicher Genehmigung des Gewandhausorchesters, Leipzig
(Mitschnitt der Uraufführung vom 2. Oktober 2008)

Detlev Glanert
Oceane, II. Akt
Mit freundlicher Genehmigung der Deutschen Oper Berlin

Es war ein Skandal: Bei einer Henze-Uraufführung 1957 verließen Pierre Boulez, Luigi Nono und Karlheinz Stockhausen demonstrativ den Saal. Henzes Musik war ihnen „zu schön“ – eine Demütigung, die Henze niemals vergessen hat.

In dieser Episode spricht Christiane Albiez über ihren Freund Hans. Als Mitarbeiterin bei Schott Music arbeitete sie über Jahrzehnte eng mit dem Komponisten zusammen; sie erinnert sich an ewige Telefonate, sängerische Autofahrten und die Empfindsamkeit einer starken Persönlichkeit.


Musikzitate:

Hans Werner Henze
Kammerkonzert für Solo-Klavier, Solo-Flöte und Streicher, II. und III. Satz
Mit freundlicher Genehmigung von Wergo (Schott Music), WER 66632

Hans Werner Henze
Boulevard Solitude, Prolog & Szene 1
Aufnahme vom 17.09.1953, mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks

Hans Werner Henze
Nachtstücke und Arien. Für Sopran und großes Orchester,
Aria II: Mit schlaftrunkenen Vögeln
Mit freundlicher Genehmigung von Wergo (Schott Music), WER 66372

In Hans Werner Henzes Opern prallen Männerbilder aufeinander: Ein verträumter Prinz ringt mit einem militanten Fürsten, ein feinsinniger Student mit seiner gefühlskalten Umgebung, und immer wieder schimmert Henzes eigene Homosexualität als Thema durch, ohne die – wie er selbst sagte – sein Werk nicht verstanden werden kann. 

Was verraten Klänge und Themen über den Menschen Hans Werner Henze?
Und was macht seine Musik zu einem akustischen Krimi? Darüber spricht in dieser Folge Antje Tumat, eine der renommiertesten Henze-Forscherinnen der Gegenwart.


Musikzitate:

Hans Werner Henze
Der Prinz von Homburg
Akt II Szene 2, die “Todesfurchtszene”
Mit freundlicher Genehmigung von Capriccio (C5405)

Hans Werner Henze
Boulevard Solitude, Prolog & Szene 1
Aufnahme vom 17.09.1953, mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks

Fundraising für den Podcast

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Für den verbleibenden Rest bittet die Stiftung Musikinteressierte, Freunde Henzes und der Stiftung, Mäzene und enthusiastische Privatpersonen um Unterstützung für dieses Projekt.

Sie können sich mit Kleinspenden ab € 5,- oder größeren Beträgen beteiligen. Wir danken Ihnen schon jetzt!

Die Podcast-Serie erfüllt konkret den Stiftungsauftrag: “Verbreitung seines Werkes und seiner pädagogischen Impulse und Initiativen”
Ebenso wie die Stiftung selbst ist das Projekt gemeinnützig und verfolgt keinerlei kommerziellen Zweck. Die Folgen des Podcasts werden dauerhaft kostenlos für alle Interessierten auf der Seite der Stiftung und auf diversen Podcast-Plattformen abrufbar sein. 

Sie können bei Spenden ab der gesetzlich geregelten Höhe von € 301,- eine Spendenquittung erhalten und werden, falls gewünscht, als Partner auf dieser Seite namentlich erwähnt. 

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